Grosser Preis von Bayern 2026
Letztes Gruppe I-Rennen der europäischen Saison · World-Pool-Renntag · 3j und älter
Starterfeld
10 Starter · sortiert nach Startbox · Stand: 07.11.2026
| Nr | Box | Starter | Sieg | Trend |
|---|---|---|---|---|
| 6 | 1 | 🇩🇪Snow Player4j H Antoine Hamelin60,0 kg GAG 94,0·Michael Figge(1-4-4-6-1-1-0) | 26.0 | ↑ |
| 5 | 2 | 🇩🇪Hochkönig4j H Sibylle Vogt60,0 kg GAG 97,0·Yasmin Almenräder(3-9-4-2-4-1-2) | 15.0 | ↑ |
| 1 | 3 | 🇩🇪Akido4j H Leon Wolff60,0 kg GAG 92,5·Henk Grewe(1-1-1-1) | 5.5 | → |
| 7 | 4 | 🇬🇧Consent4j S Luke Morris58,5 kg GAG 95,0·Sir Mark Prescott(2-4-3-4-9-1-2) | 4.0 | → |
| 3 | 5 | 🇩🇪Global Health5j W Rene Piechulek60,0 kg GAG 96,5·Fabian Xaver Weißmeier(2-5-5-1-1-6-3) | 10.0 | → |
| 8 | 6 | 🇩🇪Santagada4j S Bauyrzhan Murzabayev58,5 kg GAG 95,0·Peter Schiergen(1-5-2-4-1-1-1) | 12.0 | → |
| 9 | 7 | 🇫🇷Tajlina4j S Pierre-Charles Boudot58,5 kg GAG 93,5·Francis-Henri Graffard(5-5-2-3-2-1) | 7.5 | ↓ |
| 2 | 8 | 🇬🇧Gethin4j H James Doyle60,0 kg GAG 98,5·Owen Burrows(2-5-2-1-2-2-1) | 3.3 | → |
| 10 | 9 | 🇩🇪Daytona3j H Thore Hammer-Hansen57,5 kg GAG 90,5·Peter Schiergen(4-1-2) | 26.0 | → |
| 4 | 10 | 🇫🇷Herbal4j H Benjamin Marie60,0 kg GAG 95,0·Philippe Decouz(4-2-4-1-1) | 16.0 | → |
Festkurse Sieg/Platz · Quelle: Buchmacher-Markt · Quoten können sich jederzeit ändern · Keine Wettempfehlung
Startbox & Draw
Offizielle Auslosung · Bahnstatistik Riem 2.400 m aus 10 Rennen
| Box | Heute | Starts | Sieg % | Ø-Platz |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Snow Player | 8 | 25,0 | 0,536 |
| 2 | Hochkönig | 7 | 14,3 | 0,590 |
| 3 | Akido | 8 | 12,5 | 0,531 |
| 4 | Consent | 7 | 0,0 | 0,590 |
| 5 | Global Health | 8 | 0,0 | 0,681 |
| 6 | Santagada | 8 | 25,0 | 0,571 |
| 7 | Tajlina | 7 | 28,6 | 0,433 |
| 8 | Gethin | 5 | 0,0 | 0,647 |
| 9 | Daytona | 4dünn | 0,0 | 0,590 |
| 10 | Herbal | 2dünn | 0,0 | 0,303 |
Der Draw entscheidet hier nichts
Über 2.400 m in Riem liegen zehn Rennen mit 65 Starts vor, also rund sechs pro Box. Die beste Box kommt auf 28,6 Prozent Siege gegen 12,7 Prozent Zufallserwartung. Rechnet man das gegen die Stichprobe, liegt diese Abweichung mit einer Wahrscheinlichkeit von 22 Prozent rein zufällig vor. Keine einzige Box fällt aus dem Zufallsbereich.
Auch die Durchschnittsposition trennt innen und aussen nicht: 0,562 gegen 0,583 bei einer Skala, auf der 0 vorn und 1 hinten bedeutet. Auf einem flachen Linkskurs mit langer Anlaufstrecke und nur zehn Pferden ist das plausibel. Die Box geht entsprechend mit sehr geringem Gewicht in die Bewertung ein.
Auslosung laut offizieller Starterangabe vom 03.11.2026. Bahnstatistik aus eigener Datenbank: München-Riem, 2.400 m, 10 Rennen vom 18.05.2024 bis 24.10.2026, 65 Starts mit Ergebnis. Ø-Platz ist die Durchschnittsposition geteilt durch die Feldgrösse, 0 vorn bis 1 hinten. Boxen mit weniger als fünf Starts sind als dünn gekennzeichnet. Keine Wettempfehlung.
Boden-Check
Was jedes Pferd auf welchem Geläuf geleistet hat · Siege je Starts
Warum der Boden in Riem im November zählt
Bis 2013 lief das Rennen Mitte August, die Siegerzeiten lagen meist zwischen 2:26 und 2:35 Minuten. Seit der Verlegung in den November 2014 ist keine Siegerzeit mehr unter 2:36 gefallen, auf tiefem Geläuf wurden daraus 2:44 und 2:47. Aus einer Prüfung für spurtstarke Pferde ist eine für Steher-Typen geworden.
2 der 10 Starter haben noch nie ein Rennen auf weichem oder schlechterem Geläuf bestritten. Erwartetes Geläuf: weich, stellenweise gut bis weich.
Drei seiner vier Siege kamen auf weich bis schwerem Geläuf, zuletzt das Gruppe III in Baden-Baden. Tiefer Boden ist für ihn kein Problem, sondern sein Terrain.
Der Routinier des Feldes, was Böden angeht: sieben Starts auf weich oder schlechter, dazu zwei auf tiefem Geläuf mit einem Sieg. Nichts davon wäre für ihn neu.
Beide Siege kamen auf weich bis schwerem und auf schwerem Geläuf. Auf gutem Boden wartet sie nach fünf Starts noch auf ihren ersten Erfolg.
Gewann auf weichem Geläuf in Longchamp, kam aber auch auf gut bis festem Boden zweimal durch. Das breiteste Bodenspektrum im Feld.
Vier ihrer acht Siege kamen auf gut bis weichem Geläuf, einer auf weich bis schwer. Auf schwerem Boden steht sie nach zwei Starts noch ohne Erfolg.
Zusätzlich: zwei Starts auf Polytrack in Kempton, darunter ein Sieg
Zwei Starts auf weichem Geläuf, einer davon sein Sieg in Nottingham. Die beiden Kempton-Rennen liefen auf Polytrack und tauchen in der Bodenstatistik nicht auf.
Drei Starts, davon zwei auf weichem Geläuf ohne Sieg. Der Maidensieg kam auf gut weichem Boden in Düsseldorf.
Der Derbysieger lief seine Laufbahn fast ausschliesslich auf gutem bis gut weichem Geläuf. Nur ein einziger Start auf weichem Boden – bei einem November-Renntag in Riem die offenste Frage seines Profils.
Zusätzlich: Starts auf Schnee in St. Moritz und auf Polytrack
Bestritt noch nie ein Rennen auf weichem oder schwerem Geläuf. Seine grösste Gewinnsumme stammt aus St. Moritz, also vom Schnee.
Alle fünf Karrierestarts liefen auf gutem oder gut weichem Geläuf. Weicher Boden ist für ihn komplettes Neuland.
Jede Zelle zeigt Siege je Starts auf diesem Geläuf, grün markiert heisst mindestens ein Sieg. Sortiert nach Erfolgen auf weichem und tieferem Boden. Rennen auf Polytrack, Sand oder Schnee stehen nicht in der Grasboden-Skala und sind separat vermerkt. Alle Werte aus der Boden-Statistik der Form-Dossiers, Stand 03.11.2026, Siegerzeiten aus der Chronik 2000 bis 2025. Offizielle Bodenmeldung vom Renntag, 07.11.2026, bestätigt von Rennverein, Totalisator und HKJC (yielding to soft). Wetter: bewölkt, 5 Grad. Keine Wettempfehlung.
Distanz-Check
Was jedes Pferd auf welcher Distanz geleistet hat · gemessen an 2.400 m
4 von 10 Pferden haben über 2.400 m schon gewonnen. 2 waren noch nie auch nur in der Nähe dieser Distanz. Dazwischen liegt eine Gruppe, die um die Distanz platziert war, ohne sie je zu gewinnen.
Kommt aus der Gegenrichtung: Gruppe-I-Siegerin über 2.800 m, zuletzt Zweite über die 3.100 m des Prix Royal-Oak. Bei ihr ist nicht die Ausdauer die Frage, sondern das Tempo – die 2.400 m sind ihre kürzeste Distanz seit Juli 2025.
Acht seiner zwölf Starts liefen um diese Distanz, darunter der Gruppe-II-Sieg in Hamburg und zuletzt Rang zwei in Mailand. Die klarste Distanzroutine im Feld.
Gewann das Deutsche Derby 2025 über genau diese Distanz gegen 16 Gegner. Fünf weitere Starts über 2.400 m folgten, zuletzt Rang drei im Preis von Europa.
Drei seiner vier Siege kamen über exakt 2.400 m, zuletzt im Gruppe III von Baden-Baden auf weich bis schwerem Boden. Weiter ist er nie gelaufen – muss er hier auch nicht.
Gewann im September das Gruppe II von Baden-Baden über 2.400 m. Ihre acht Siege reichen von 1.400 bis 2.400 m, die Distanz markiert das obere Ende ihres Spektrums.
Ein Versuch über die Distanz: Fünfte von zwölf am Champions Day in Ascot, 4,3 Längen zurück. Ihre beiden Siege kamen über 1.800 und 2.100 m.
Zweimal um die Distanz gelaufen, zweimal Zweiter – in Saint-Cloud mit nur 0,2 Längen Rückstand. Gewonnen hat er bisher nur bis 2.012 m.
Einmal über 2.400 m gelaufen: Vierter im Listenrennen von Vichy, 0,95 Längen hinter dem Sieger. Seine beiden Siege kamen über 1.800 und 2.000 m.
Weiteste Distanz der Karriere: 2.100 m. Alle vier Siege kamen zwischen 1.800 und 2.000 m. Heute geht es 300 m weiter als je zuvor.
Drei Starts, ein Maidensieg über 1.700 m, weiteste Distanz 2.000 m. Heute geht es 400 m weiter als je zuvor – der grösste Distanzsprung im Feld.
Balkenskala von 1.400 bis 3.100 m. Sortiert nach längster gewonnener Distanz. Das Fenster 2.300 bis 2.500 m fasst Rennen zusammen, die der heutigen Distanz entsprechen. Alle Werte aus der Rennhistorie der Form-Dossiers, Stand 03.11.2026. Eine bewiesene Distanz ist kein Siegargument und ein Distanzsprung kein Ausschluss. Keine Wettempfehlung.
Form & Frische
Letztstart, Renn-Rhythmus und Karriere-Bilanz je Starter · Stand 03.11.2026
Gewann im Oktober den Preis der Deutschen Einheit mit vier Längen, sein erster Gruppe-Erfolg. Davor blieb er in Frankreich dreimal ohne Platzierung. Auf Gruppe-I-Ebene war er noch nie am Ablauf.
Derbysieger 2025, in dieser Saison noch ohne Sieg. Zuletzt aber Dritter im Preis von Europa hinter Goliath – die beste aktuelle Gruppe-I-Form im deutschen Aufgebot.
Vier Starts, vier Siege, zuletzt das Gruppe III in Baden-Baden mit 0,3 Längen. Ungeschlagen, aber auf Gruppe-I-Ebene völlig unerprobt – der Klassensprung ist beträchtlich.
Die Formkurve zeigt zum Saisonende steil nach oben: nach Rang neun im Mai folgten Platz vier, Platz drei und zuletzt Rang zwei im Prix Royal-Oak. Einzige Gruppe-I-Siegerin im Feld, der Titel stammt aus dem Vorjahr.
Hält die Form über die ganze Saison: Gruppe-II-Sieg in Hamburg im Juli, zuletzt Zweiter im Gran Premio del Jockey Club. Der eine Gruppe-I-Start in Hoppegarten brachte Rang fünf.
Sechs Gruppe-Siege in der Vita, zuletzt das Gruppe II in Baden-Baden. In zwei Gruppe-I-Rennen kam sie nicht über Rang fünf hinaus, der grosse Titel fehlt ihr noch.
Zweite im Gruppe III von Saint-Cloud, danach Fünfte am Champions Day in Ascot hinter Minnie Hauk. Ihr bislang einziger Gruppe-I-Antritt, der Rückstand betrug 4,3 Längen.
Listensieger im April in Kempton, danach zweimal Zweiter auf Gruppe-III-Ebene – in Sandown mit 0,3 Längen hinter Ombudsman, seiner stärksten Vorstellung. Sein einziger Antritt in einem Gruppe I endete als Fünfter.
Einziger Dreijähriger im Feld. Maidensieg im Oktober in Düsseldorf, danach Vierter in einem Listenrennen in Chantilly. Kein anderes Pferd im Feld macht einen so weiten Klassensprung.
Zwei Siege aus fünf Starts, dann der Sprung auf Gruppe-Niveau: Zweiter in einem Gruppe III, zuletzt Vierter im Gruppe II von Longchamp mit 0,55 Längen Rückstand. Gruppe I ist Neuland.
Plätze = Zweite und Dritte ohne Siege. Karriere-Bilanz aus der Bahn-Statistik der Dossiers, Pausentage gegen den Start am 07.11.2026 um 15:30 Uhr gerechnet. Der Renn-Rhythmus ordnet den Startabstand ein und ist keine Bewertung der Siegchance. Keine Wettempfehlung.
Jockey & Trainer
Wie eingespielt die Teams sind und wer dieses Rennen schon gewonnen hat · Stand 03.11.2026
Im Sattel ist viel Bewegung, im Quartier fast keine: 5 von 10 Pferden gehen mit einem Reiter an den Start, der sie im erfassten Zeitraum noch nie geritten hat, aber nur 1 hat in seiner Laufbahn den Trainer gewechselt. Gleichzeitig sitzen vier Sieger der letzten fünf Austragungen wieder im Sattel.
Durchgehend bei Michael Figge in München, insofern der Lokalmatador des Renntags. Antoine Hamelin sitzt erstmals auf ihm, Hammer-Hansen reitet an diesem Tag Daytona.
Yasmin Almenräder trainiert ihn seit dem ersten Start, der Reiterwechsel ist dafür der auffälligste im Feld: Sibylle Vogt übernimmt von der Derbysieger-Partnerin Nina Baltromei.
Die einzige in jeder Hinsicht eingespielte Kombination im Feld: Leon Wolff sass bei allen vier Siegen im Sattel, Henk Grewe trainiert ihn seit dem ersten Start.
Die gewachsenste Verbindung im Feld: ein Trainer, ein Reiter, zehn gemeinsame Ritte. Prescott und Morris gewannen dieses Rennen 2021 zusammen mit Alpinista, wieder mit einer britischen Stute.
Das einzige Pferd im Feld mit echtem Quartierwechsel: seit Juli 2026 bei Weissmeier, davor bei Peter Schiergen, der heute zwei Gegner stellt. Unter dem neuen Trainer folgten vier Starts mit dem Gruppe-II-Sieg in Hamburg. Rene Piechulek sitzt erstmals auf ihm.
Nach Akido die erfolgreichste Kombination: Schiergen trainiert sie seit dem Debüt, Murzabayev holte zwei Siege aus vier Ritten. Beide gewannen dieses Rennen 2022 gemeinsam mit Tünnes.
Seit dem ersten Start bei Francis-Henri Graffard. Boudot ritt sie bisher einmal, bei ihrem fünften Platz in Ascot; der langjährige Partner Barzalona ist nicht dabei.
Beide Verbindungen sind intakt: Owen Burrows trainiert ihn durchgehend, und James Doyle ist Stalljockey von Wathnan Racing und reist eigens nach München. Die zwei sieglosen Ritte führen in die Irre – Doyle sitzt bei den grossen Aufgaben im Sattel, Callum Rodriguez bei den übrigen.
Schiergen stellt zwei Pferde und muss aufteilen: Murzabayev bleibt bei Santagada, Thore Hammer-Hansen übernimmt den Dreijährigen und sitzt erstmals auf ihm.
Philippe Decouz trainiert ihn seit dem Debüt. Im Sattel löst Benjamin Marie aber Cristian Demuro ab, der ihn durch fast die gesamte bisherige Laufbahn begleitet hat.
Reiter-Bilanzen aus den Jockey-Statistiken der Form-Dossiers, Trainer-Zugehörigkeit aus den dort protokollierten Quartierwechseln. Beide decken den erfassten Zeitraum ab, nicht zwingend die vollständige Laufbahn. Erfolge in diesem Rennen aus der Siegerchronik 2000 bis 2025. Eine eingespielte Partnerschaft ist kein Siegargument und ein Wechsel kein Nachteil. Keine Wettempfehlung.
KI-ValueScore
Modell-Wahrscheinlichkeit gegen den de-margenierten Markt: Edge in Prozentpunkten, Signal-Chips und der Monte-Carlo-Würfel. Die Modellseite wird vor dem Renntag eingefroren, die Marktseite bleibt live.
Modell wird eingefrorenQuoten im Blick
Zeitreihe der Snapshots aus World Pool und Toto, de-margeniert nebeneinander. Der Buchmacher-Festkurs lag bei der ersten Erhebung bei rund 125 Prozent Overround, entsprechend wenig sagen rohe Quoten über faire Chancen.
In VorbereitungMr.Race.KI
Die Vorab-Einschätzung · Stand 07.11.2026, 14:30 Uhr · Freeze
Die Linie
Seit das Rennen 2014 in den November gerückt ist, hat es seinen Charakter gewechselt. Im August lagen die Siegerzeiten meist zwischen 2:26 und 2:35 Minuten, seitdem ist keine mehr unter 2:36 gefallen, auf tiefem Geläuf wurden 2:44 und 2:47 daraus. Heute ist weich gemeldet, stellenweise gut bis weich. Das ist nicht die härteste Prüfung, die Riem im November kennt, aber weit entfernt von einer Spurtprüfung.
Zwei Filter entscheiden deshalb zuerst: die Distanz tragen und den Boden vertragen. Über 2.400 m gewonnen haben Akido, Global Health, Hochkönig und Santagada. Beim Boden bleiben davon Akido mit drei Siegen aus drei Starts auf weich bis schwer und Global Health mit sieben Starts auf weich oder tiefer übrig. Consent kommt von der anderen Seite und bringt die Ausdauer unbestritten mit, dafür die offene Tempofrage. Herbal und Snow Player haben weichen Rasen nie erlebt.
Die Ratings sind dieses Jahr ungewöhnlich eindeutig: International Rating und deutsches Generalausgleichsgewicht kommen bei einer Rangkorrelation von 0,964 auf praktisch dieselbe Reihenfolge, obwohl vier Trainingsländer im Feld sind. Beide führen Gethin an und beide stellen Akido auf Rang neun. Der Markt sieht beides anders, und das ist die eigentliche Spannung dieses Rennens.
Seit 14:00 Uhr steht ausserdem der KI-ValueScore oben auf dieser Seite. Seine Modellseite ist eingefroren, die Marktseite läuft weiter – was dort als Abweichung erscheint, ist damit allein Bewegung des Marktes, nicht eine nachträglich angepasste Meinung. Der letzte von uns erfasste Marktstand ist der von 14:30 Uhr; der Schlusskurs fällt erst beim Start und wird für die CLV-Abrechnung separat genommen.
Die Linie lautet deshalb nicht, wer gewinnt, sondern wo Markt, Rating und Rennhistorie auseinanderlaufen. Diese Stellen stehen unten – jede mit dem Argument dagegen.
Die zehn in je einem Satz
Was die Blöcke oben je Starter ergeben, in Boxenreihenfolge.
Die Signale
Stellen, an denen zwei belegte Quellen auseinanderlaufen. Jeweils mit dem Argument dagegen.
Ein Buch bewegt sich bis zuletzt gar nicht
Buchmacher A hat seine zehn Siegkurse über den gesamten Renntag kein einziges Mal verändert, von 11:00 bis zum Freeze um 14:30. Buchmacher B hat erst zum Schluss reagiert und dabei Hochkönig von 25 auf 20, Snow Player von 25 auf 20 und Daytona von 30 auf 25 verkürzt. Der Totalisator dagegen hat sich den ganzen Tag bewegt: Gethins Pool-Vorsprung ist von 14,0 auf 8,6 Prozentpunkte über dem Festkurs geschrumpft, Santagada kam zuletzt um 10,8 Prozent herein.
Ein unbewegtes Buch heisst nicht, dass dort niemand hinschaut – es heisst, dass der Geldfluss keine Haftung erzeugt hat, die eine Korrektur nötig macht. Und der Pool nähert sich den Büchern an, weil sein Volumen wächst, nicht weil er klüger wird.
Daytona und Tajlina kommen im Pool herein, ohne dass ein Buch reagiert
Zwischen 11:00 und 13:30 fiel Daytona im Totalisator von 20,10 auf 14,70 und Tajlina von 13,90 auf 10,40, jeweils rund ein Viertel. Bis zum Freeze ist Daytona wieder auf 15,40 zurückgelaufen, Tajlina liegt bei 10,25. Buchmacher B hat Daytona zum Schluss trotzdem von 30 auf 25 verkürzt und damit nachgezogen.
Ein Totalisator hat keine Haftung zu steuern, jede Wette verschiebt den Kurs unmittelbar – eine Bewegung von einem Viertel braucht dort nicht viel Geld. Dass ein Teil davon bis zum Freeze zurücklief, spricht eher für Publikumsgeld als für Information.
Zwei Handicapper stellen Akido ans Feldende, der Markt an die Spitze
Das International Rating gibt ihm 105 und das deutsche Generalausgleichsgewicht 92,5 – in beiden Fällen Rang neun von zehn. Der Markt führt ihn auf Rang drei. Dabei bringt er als Einziger beide Filter dieses Renntags mit: drei Siege über 2.400 m und drei aus drei Starts auf weich bis schwerem Boden.
Seine vier Siege fielen in Ausgleich- und Gruppe-III-Rennen, genau das bilden die Ratings ab. Vier Starts sind zudem eine zu dünne Stichprobe für einen belastbaren Erwartungswert, und ein Gruppe I hat er nie bestritten.
Der Favorit hat nie weiter als 2.012 m gewonnen
Gethin führt beide Ratings an und ist in jedem Markt Favorit. Um die heutige Distanz lief er zweimal und wurde zweimal Zweiter, in Saint-Cloud mit 0,2 Längen Rückstand. Sein einziger Gruppe-I-Start endete als Fünfter.
Zwei knappe zweite Plätze um die Distanz sprechen eher für als gegen die 2.400 m. Sein zweiter Platz hinter Ombudsman gilt als stärkste Einzelleistung des Feldes, und genau das ist im Rating von 116 bereits abgebildet.
Hochkönigs offener Punkt verliert an Schärfe, der Markt nicht
Gemeldet ist weich, stellenweise gut bis weich – nicht tief. Damit wiegt sein einziger Weich-Start aus elf weniger schwer als bei der Vorab-Erwartung. Rating 114 und der Derbysieg über diese Distanz stehen unverändert. Trotzdem ist er von 12 auf 15 und im zweiten Buch auf 25 zurückgefallen.
Seit dem Derby im Juli 2025 hat er nicht mehr gewonnen: fünf Starts in dieser Saison, bester Rang ein dritter Platz. Ein Markt, der in beiden Büchern gleichgerichtet zurückweicht, preist meistens etwas, das in Tabellen nicht steht.
Consent kommt von oben herunter
Einzige Gruppe-I-Siegerin im Feld, zuletzt Zweite über 3.100 m, die Formkurve zeigt zum Saisonende nach oben. Prescott und Morris gewannen dieses Rennen 2021 mit Alpinista, ebenfalls mit einer britischen Stute.
Die 2.400 m wären ihre kürzeste Distanz seit Juli 2025. Steher, die im Tempo heruntergehen, verlieren im Endkampf den Anschluss – auf weichem Boden mit einer Siegerzeit um 2:40 ist dieses Risiko allerdings klein.
Was diese Einschätzung nicht kann
Die Datenlage ist in mehreren Punkten dünn. Das gehört nach vorne, nicht in die Fussnote.
Kein Pace-Bild. Zwischenzeiten und Laufstile liegen uns für dieses Feld nicht vor. Wer das Tempo macht, lässt sich aus den Dossiers nicht ableiten – eine Speedmap wäre geraten, deshalb gibt es keine.
Kein Draw-Bias. Über 2.400 m in Riem liegen zehn Rennen mit 65 Starts vor, keine Box weicht signifikant vom Zufall ab. Die Startbox geht mit nahezu null Gewicht ein.
Pool noch im Aufbau. Der Totalisator hielt um 10:42 erst 14.199 Euro im Siegtopf. Bis zum Start wächst er weiter, und mit ihm verschieben sich alle Pool-Prozente dieser Seite. Der Stand um 14:30 ist der letzte, den wir erfassen – der Schlusskurs fällt erst beim Start.
Dünne Stichproben bei zwei Pferden. Akido hat vier Starts, Daytona drei. Daraus lassen sich Siegquoten rechnen, aber keine belastbaren Erwartungswerte.
Stellenweise unterschiedlicher Boden. Die Meldung nennt weich mit Abschnitten gut bis weich. Welche Bahnteile das betrifft, wissen wir nicht – damit ist der Bodenvorteil feiner verteilt, als unsere Boden-Statistik abbilden kann.
Hohe Margen. Die Festkurs-Bücher liegen zwischen 124 und 126 Prozent Overround, der Totalisator bei 121. Rohe Quoten sind damit keine Wahrscheinlichkeiten; alle Prozentangaben hier sind de-margeniert.
Der Renntag
Starterfeld, Boxen, Gewichte, Ratings und die Blöcke dieser Seite.
Weich, stellenweise gut bis weich. Bewölkt, 5 Grad.
Totalisator, World Pool und zwei Festkurs-Bücher erfasst.
Pool deutlich bewegt, beide Festkurs-Bücher unverändert.
KI-ValueScore über 50.000 Simulationen, ab hier bewegt sich nur noch der Markt.
Marktstand eine Stunde vor dem Start. Kein Schlusskurs – der fällt erst beim Start und wird separat erfasst.
Grosser Allianz Preis von Bayern, Gruppe I, 2.400 m.
Ergebnis und CLV-Abrechnung je geflaggtem Pferd.
Diese Einschätzung fasst die Blöcke dieser Seite zusammen und nennt die Stellen, an denen Markt, Rating und Rennhistorie auseinanderlaufen. Sie ist keine Prognose, kein kalibriertes Modell und keine Wettempfehlung. Prozentangaben sind de-margenierte Marktanteile, keine Siegwahrscheinlichkeiten.