Grosser Preis von Bayern 2026
Letztes Gruppe I-Rennen der europäischen Saison · World-Pool-Renntag · 3j und älter
Grosser Preis von Bayern 2026
Quoten sind Schlusskurse im World Pool. Peter Schiergen gewinnt das Rennen zum vierten Mal nach 2000, 2008 und 2022, Bauyrzhan Murzabayev zum dritten Mal nach 2022 und 2023.
Quoten im Blick
Festkurs-Zeitreihen beider Buchmacher, de-margeniert · Stand Invalid Date
Warum wir die Quoten normieren
Vor dem Renntag läuft nur der Festkurs-Markt. Die Summe aller Kehrwerte ergibt den Overround, alles über 100 Prozent ist Marge und muss heraus, bevor aus einer Quote ein Marktanteil wird. Am Renntag kommen die Totalisator-Pools dazu, die nach einem festen Abzug rechnen.
Totalisator und World Pool sind derselbe Topf: Der World Pool wird in den lokalen Totalisator eingespeist, die Abweichungen stammen aus Rundung und Zeitversatz. Die Spalte Pool zeigt deshalb einen Wert und kein Mittel aus beiden.
Grösste Abweichung zwischen den Büchern: Tajlina mit 7,5 gegen 6,0, de-margeniert 2,9 Prozentpunkte Unterschied.
| Starter | Verlauf | A | B | Ref | fair A | fair B | fair Ref | Pool % |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
8Gethin | ↑ 8 % | 3,25 | 3,5länger | 3,0 | 24,4 % | 23,0 % | 28,8 % | 31,8 % |
4Consent | ↓ 8 % | 4,0 | 4,0 | 5,5 | 19,8 % | 20,1 % | 15,7 % | 10,5 % |
3Akido | ↓ 8 % | 5,5 | 6,0 | 6,0 | 14,4 % | 13,4 % | 14,4 % | 14,7 % |
7Tajlina | ↓ 25 % | 7,5 | 6,0kürzer | 6,5 | 10,6 % | 13,4 % | 13,3 % | 8,1 % |
5Global Health | → | 10,0 | 12,0länger | 10,0 | 7,9 % | 6,7 % | 8,6 % | 6,2 % |
6Santagada | → | 12,0 | 12,0 | 15,0 | 6,6 % | 6,7 % | 5,8 % | 8,8 % |
2Hochkönig | ↑ 25 % | 15,0 | 20,0länger | 34,0 | 5,3 % | 4,0 % | 2,5 % | 5,9 % |
10Herbal | → | 16,0 | 15,0 | 13,0 | 5,0 % | 5,4 % | 6,6 % | 3,3 % |
1Snow Player | ↑ 24 % | 26,0 | 20,0 | 34,0 | 3,0 % | 4,0 % | 2,5 % | 5,4 % |
9Daytona | → | 26,0 | 25,0 | 50,0 | 3,0 % | 3,2 % | 1,7 % | 5,4 % |
Tabelle seitlich scrollbar
A und B sind zwei Festkurs-Anbieter, Sieg. Wir nennen sie bewusst nicht: die Quoten sind öffentlich und jederzeit nachprüfbar, für die Analyse zählt der Markt, nicht der Anbieter. Ref ist die Referenzquote aus den offiziellen Simulcast-Unterlagen des Hong Kong Jockey Club, die Grundlage für den World Pool und die margenärmste der erfassten Quellen. Der Verlauf zeigt alle erfassten Stände, ein hoher Balken bedeutet eine niedrige Quote. Prozentwerte sind de-margeniert und summieren sich je Quelle auf 100 Prozent, sie sind damit Marktanteile und keine Siegwahrscheinlichkeiten. Pool % ist der de-margenierte Anteil im Totalisator, in den der World Pool eingespeist wird. Im Totalisator gibt es keine Buchmacher-Marge, sondern einen festen Abzug, und die Quote steht erst beim Start endgültig fest. Quoten können sich jederzeit ändern. Keine Wettempfehlung.
KI-ValueScore
Modell gegen de-margenierten Markt · eingefroren 07.11.2026, 14:00 Uhr
Zwei Seiten, getrennt gerechnet
Die Modellseite wurde am 07.11.2026, 14:00 Uhr eingefroren und wird seitdem nicht mehr angefasst – auch dann nicht, wenn der Markt in eine andere Richtung läuft. Sie bewertet Form, Distanz, Boden, Klasse und Konstanz je Pferd und zieht daraus eine Wahrscheinlichkeit, die sich über das Feld auf 100 Prozent summiert.
Die Marktseite kommt live aus der Datenbank und wird bei jedem Snapshot neu de-margeniert: Kehrwert der Quote, geteilt durch die Summe aller Kehrwerte. Erst dadurch werden zwei Märkte mit unterschiedlicher Marge vergleichbar.
Die Differenz beider Seiten ist die Edge in Prozentpunkten. Ein Signal entsteht erst, wenn die Edge mindestens 2 Punkte beträgt, das Modell mindestens 4 Prozent ansetzt und das Verhältnis Modell zu Markt höchstens 2 ist. Die letzte Bedingung filtert Aussenseiter heraus, bei denen schon kleine Modellfehler riesige relative Abweichungen erzeugen.
Akido und Global Health liegen an der Modellspitze praktisch gleichauf. Welches der beiden das Modell vorn sieht, ist bei diesem Abstand nicht belastbar – die Reihenfolge zwischen ihnen sollte man nicht lesen.
Marktseite aus Quelle: Totalisator. Sortiert nach Edge.
Was der Score nicht ist
Kein kalibriertes Prognosemodell. Die Bewertung fasst nachvollziehbare Merkmale zusammen und normiert sie auf 100 Prozent – sie ist damit flacher als der Markt, der zusätzlich Informationen verarbeitet, die in keiner Tabelle stehen.
Zwei Dimensionen tragen in diesem Rennen nichts bei: Für die Taktik fehlen uns Zwischenzeiten und Laufstile, und beim Draw haben wir für Riem über 2.400 m keinen messbaren Effekt gefunden. Beide gehen deshalb für alle Pferde praktisch gleich ein.
Die Simulation stört nur die Bewertung, nicht den Rennverlauf. Am Feldende fällt deshalb gar keine Rangstreuung an – dort stehen P10 und P90 auf demselben Wert. Das unterschätzt, wie oft ein Aussenseiter in einem echten Rennen vorn landet. Der Rang-1-Anteil im Würfel ist aus demselben Grund keine Siegwahrscheinlichkeit, sondern sagt, wie stabil das Modell seine eigene Reihenfolge hält. Die Edge wird deshalb aus dem Modellanteil gerechnet, nicht aus dem Rang-1-Anteil.
Eine Edge ist eine Abweichung zwischen zwei Schätzungen, kein Hinweis auf den Ausgang. Keine Wettempfehlung.
Kantenfall: Das Verhältnis liegt weniger als 0.05 von der Schranke entfernt – ein solches Signal kann bis zum Freeze allein durch eine Quotenänderung kippen. ¹ +Edge: Das Modell liegt über dem Markt, aber das Verhältnis übersteigt 2 – typisch für Aussenseiter und deshalb kein Signal. ² Markt: Der Markt liegt mindestens 3 Punkte über dem Modell; das ist kein Gegensignal, sondern ein Hinweis, dass dem Markt mehr vorliegt.
Mr.Race.KI
Die Vorab-Einschätzung · Stand 07.11.2026, 14:30 Uhr · Freeze
Die Linie
Seit das Rennen 2014 in den November gerückt ist, hat es seinen Charakter gewechselt. Im August lagen die Siegerzeiten meist zwischen 2:26 und 2:35 Minuten, seitdem ist keine mehr unter 2:36 gefallen, auf tiefem Geläuf wurden 2:44 und 2:47 daraus. Heute ist weich gemeldet, stellenweise gut bis weich. Das ist nicht die härteste Prüfung, die Riem im November kennt, aber weit entfernt von einer Spurtprüfung.
Zwei Filter entscheiden deshalb zuerst: die Distanz tragen und den Boden vertragen. Über 2.400 m gewonnen haben Akido, Global Health, Hochkönig und Santagada. Beim Boden bleiben davon Akido mit drei Siegen aus drei Starts auf weich bis schwer und Global Health mit sieben Starts auf weich oder tiefer übrig. Consent kommt von der anderen Seite und bringt die Ausdauer unbestritten mit, dafür die offene Tempofrage. Herbal und Snow Player haben weichen Rasen nie erlebt.
Die Ratings sind dieses Jahr ungewöhnlich eindeutig: International Rating und deutsches Generalausgleichsgewicht kommen bei einer Rangkorrelation von 0,964 auf praktisch dieselbe Reihenfolge, obwohl vier Trainingsländer im Feld sind. Beide führen Gethin an und beide stellen Akido auf Rang neun. Der Markt sieht beides anders, und das ist die eigentliche Spannung dieses Rennens.
Seit 14:00 Uhr steht ausserdem der KI-ValueScore oben auf dieser Seite. Seine Modellseite ist eingefroren, die Marktseite läuft weiter – was dort als Abweichung erscheint, ist damit allein Bewegung des Marktes, nicht eine nachträglich angepasste Meinung. Der letzte von uns erfasste Marktstand ist der von 14:30 Uhr; der Schlusskurs fällt erst beim Start und wird für die CLV-Abrechnung separat genommen.
Die Linie lautet deshalb nicht, wer gewinnt, sondern wo Markt, Rating und Rennhistorie auseinanderlaufen. Diese Stellen stehen unten – jede mit dem Argument dagegen.
Die zehn in je einem Satz
Was die Blöcke oben je Starter ergeben, in Boxenreihenfolge.
Die Signale
Stellen, an denen zwei belegte Quellen auseinanderlaufen. Jeweils mit dem Argument dagegen.
Ein Buch bewegt sich bis zuletzt gar nicht
Buchmacher A hat seine zehn Siegkurse über den gesamten Renntag kein einziges Mal verändert, von 11:00 bis zum Freeze um 14:30. Buchmacher B hat erst zum Schluss reagiert und dabei Hochkönig von 25 auf 20, Snow Player von 25 auf 20 und Daytona von 30 auf 25 verkürzt. Der Totalisator dagegen hat sich den ganzen Tag bewegt: Gethins Pool-Vorsprung ist von 14,0 auf 8,6 Prozentpunkte über dem Festkurs geschrumpft, Santagada kam zuletzt um 10,8 Prozent herein.
Ein unbewegtes Buch heisst nicht, dass dort niemand hinschaut – es heisst, dass der Geldfluss keine Haftung erzeugt hat, die eine Korrektur nötig macht. Und der Pool nähert sich den Büchern an, weil sein Volumen wächst, nicht weil er klüger wird.
Daytona und Tajlina kommen im Pool herein, ohne dass ein Buch reagiert
Zwischen 11:00 und 13:30 fiel Daytona im Totalisator von 20,10 auf 14,70 und Tajlina von 13,90 auf 10,40, jeweils rund ein Viertel. Bis zum Freeze ist Daytona wieder auf 15,40 zurückgelaufen, Tajlina liegt bei 10,25. Buchmacher B hat Daytona zum Schluss trotzdem von 30 auf 25 verkürzt und damit nachgezogen.
Ein Totalisator hat keine Haftung zu steuern, jede Wette verschiebt den Kurs unmittelbar – eine Bewegung von einem Viertel braucht dort nicht viel Geld. Dass ein Teil davon bis zum Freeze zurücklief, spricht eher für Publikumsgeld als für Information.
Zwei Handicapper stellen Akido ans Feldende, der Markt an die Spitze
Das International Rating gibt ihm 105 und das deutsche Generalausgleichsgewicht 92,5 – in beiden Fällen Rang neun von zehn. Der Markt führt ihn auf Rang drei. Dabei bringt er als Einziger beide Filter dieses Renntags mit: drei Siege über 2.400 m und drei aus drei Starts auf weich bis schwerem Boden.
Seine vier Siege fielen in Ausgleich- und Gruppe-III-Rennen, genau das bilden die Ratings ab. Vier Starts sind zudem eine zu dünne Stichprobe für einen belastbaren Erwartungswert, und ein Gruppe I hat er nie bestritten.
Der Favorit hat nie weiter als 2.012 m gewonnen
Gethin führt beide Ratings an und ist in jedem Markt Favorit. Um die heutige Distanz lief er zweimal und wurde zweimal Zweiter, in Saint-Cloud mit 0,2 Längen Rückstand. Sein einziger Gruppe-I-Start endete als Fünfter.
Zwei knappe zweite Plätze um die Distanz sprechen eher für als gegen die 2.400 m. Sein zweiter Platz hinter Ombudsman gilt als stärkste Einzelleistung des Feldes, und genau das ist im Rating von 116 bereits abgebildet.
Hochkönigs offener Punkt verliert an Schärfe, der Markt nicht
Gemeldet ist weich, stellenweise gut bis weich – nicht tief. Damit wiegt sein einziger Weich-Start aus elf weniger schwer als bei der Vorab-Erwartung. Rating 114 und der Derbysieg über diese Distanz stehen unverändert. Trotzdem ist er von 12 auf 15 und im zweiten Buch auf 25 zurückgefallen.
Seit dem Derby im Juli 2025 hat er nicht mehr gewonnen: fünf Starts in dieser Saison, bester Rang ein dritter Platz. Ein Markt, der in beiden Büchern gleichgerichtet zurückweicht, preist meistens etwas, das in Tabellen nicht steht.
Consent kommt von oben herunter
Einzige Gruppe-I-Siegerin im Feld, zuletzt Zweite über 3.100 m, die Formkurve zeigt zum Saisonende nach oben. Prescott und Morris gewannen dieses Rennen 2021 mit Alpinista, ebenfalls mit einer britischen Stute.
Die 2.400 m wären ihre kürzeste Distanz seit Juli 2025. Steher, die im Tempo heruntergehen, verlieren im Endkampf den Anschluss – auf weichem Boden mit einer Siegerzeit um 2:40 ist dieses Risiko allerdings klein.
Was diese Einschätzung nicht kann
Die Datenlage ist in mehreren Punkten dünn. Das gehört nach vorne, nicht in die Fussnote.
Kein Pace-Bild. Zwischenzeiten und Laufstile liegen uns für dieses Feld nicht vor. Wer das Tempo macht, lässt sich aus den Dossiers nicht ableiten – eine Speedmap wäre geraten, deshalb gibt es keine.
Kein Draw-Bias. Über 2.400 m in Riem liegen zehn Rennen mit 65 Starts vor, keine Box weicht signifikant vom Zufall ab. Die Startbox geht mit nahezu null Gewicht ein.
Pool noch im Aufbau. Der Totalisator hielt um 10:42 erst 14.199 Euro im Siegtopf. Bis zum Start wächst er weiter, und mit ihm verschieben sich alle Pool-Prozente dieser Seite. Der Stand um 14:30 ist der letzte, den wir erfassen – der Schlusskurs fällt erst beim Start.
Dünne Stichproben bei zwei Pferden. Akido hat vier Starts, Daytona drei. Daraus lassen sich Siegquoten rechnen, aber keine belastbaren Erwartungswerte.
Stellenweise unterschiedlicher Boden. Die Meldung nennt weich mit Abschnitten gut bis weich. Welche Bahnteile das betrifft, wissen wir nicht – damit ist der Bodenvorteil feiner verteilt, als unsere Boden-Statistik abbilden kann.
Hohe Margen. Die Festkurs-Bücher liegen zwischen 124 und 126 Prozent Overround, der Totalisator bei 121. Rohe Quoten sind damit keine Wahrscheinlichkeiten; alle Prozentangaben hier sind de-margeniert.
Der Renntag
Starterfeld, Boxen, Gewichte, Ratings und die Blöcke dieser Seite.
Weich, stellenweise gut bis weich. Bewölkt, 5 Grad.
Totalisator, World Pool und zwei Festkurs-Bücher erfasst.
Pool deutlich bewegt, beide Festkurs-Bücher unverändert.
KI-ValueScore über 50.000 Simulationen, ab hier bewegt sich nur noch der Markt.
Marktstand eine Stunde vor dem Start. Kein Schlusskurs – der fällt erst beim Start und wird separat erfasst.
Grosser Allianz Preis von Bayern, Gruppe I, 2.400 m.
Ergebnis und CLV-Abrechnung je geflaggtem Pferd.
Diese Einschätzung fasst die Blöcke dieser Seite zusammen und nennt die Stellen, an denen Markt, Rating und Rennhistorie auseinanderlaufen. Sie ist keine Prognose, kein kalibriertes Modell und keine Wettempfehlung. Prozentangaben sind de-margenierte Marktanteile, keine Siegwahrscheinlichkeiten.
Die Nachbetrachtung
Mr.Race.KI · was von der Analyse übrig bleibt
Herzlichen Glückwunsch an Santagada, Bauyrzhan Murzabayev und Peter Schiergen. Auf aufgeweichtem Geläuf über 2.400 Meter gegen dieses Feld zu gewinnen, ist eine reife Leistung – für Schiergen der vierte Sieg in diesem Rennen, für Murzabayev der dritte.
Diese Seite hat vor dem Rennen eine Signalklasse je Pferd veröffentlicht, abgeleitet aus dem Vergleich von Modell und Markt. Sie stand um 14:30 Uhr fest und ist seitdem unverändert – die Modellseite war eingefroren, nur die Kurse liefen weiter. Damit lässt sich jetzt nachrechnen, was davon getragen hat.
Vorweg das Ergebnis dieser Prüfung in einem Satz: Die Richtung war an den beiden extremsten Stellen richtig, die Regel, die daraus ein Signal machen soll, war es nicht.
Was gestimmt hat
Global Health stand ganz oben und wurde Zweiter
Mit 13,5 Prozentpunkten hatte er die grösste Abweichung des Feldes und führte damit die Liste im ValueScore an. Das Modell gab ihm 19,7 Prozent, der Markt 6,2. Er kam eine halbe Länge hinter der Siegerin ins Ziel und war eines von zwei Pferden in den Monte-Carlo-Top-2.
Der Favorit wurde Neunter
Gethin schloss bei 2,3 und hielt 32,3 Prozent des de-margenierten Marktes. Das Modell gab ihm 11,7 Prozent, also 20,6 Punkte weniger – die grösste Gegenposition der ganzen Analyse. Die Blöcke oben hatten den Grund benannt: nie weiter als 2.012 m gewonnen, zwei Starts auf weichem Geläuf. Er wurde Neunter von zehn.
Was nicht gestimmt hat
Die Value-Klasse war die schwächste von vier
Der ValueScore hat jedem Pferd vor dem Rennen eine von vier Klassen gegeben. Sie entstehen aus zwei Grössen: die Edge ist die Differenz zwischen Modellanteil und de-margeniertem Marktanteil in Prozentpunkten, das Verhältnis setzt beide Anteile ins Verhältnis zueinander.
- Value – Edge mindestens 2 Punkte, Verhältnis höchstens 2, Modellanteil mindestens 4 Prozent. Das Modell traut dem Pferd deutlich mehr zu als der Markt, und der Abstand ist nicht nur ein Aussenseiter-Artefakt.
- +Edge¹ – Edge positiv, aber Verhältnis über 2. Das Modell sieht mehr, der Unterschied ist jedoch so gross, dass die Schranke ihn als unplausibel verwirft. Ausdrücklich kein Signal.
- Markt² – Edge mindestens 3 Punkte im Minus. Der Markt traut dem Pferd mehr zu als das Modell, eine offene Gegenposition.
- neutral – alles dazwischen. Modell und Markt sind sich im Wesentlichen einig.
Nach dem Rennen lassen sich die vier Klassen nach ihrem mittleren Platz sortieren. Je kleiner die Zahl, desto besser lief die Klasse:
Die drei als Value gekennzeichneten Pferde wurden Sechster, Achte und Letzter. Am besten lief die Klasse, die ausdrücklich kein Signal war, und die Siegerin stand auf neutral – dort, wo Modell und Markt sich einig waren. Die Filterregel hat mit Global Health genau das Pferd ausgeschlossen, das die Abweichung bestätigte.
CLV und Zieleinlauf
CLV steht für Closing Line Value und vergleicht den Kurs, den man um 14:30 Uhr bekommen hätte, mit dem Kurs unmittelbar vor dem Start. Positiv heisst: Der Markt hat das Pferd danach gekürzt, man hätte also besser gekauft als die Masse. Negativ heisst, das Pferd ist weggedriftet.
Modell ist der Siegwahrscheinlichkeitsanteil aus dem eingefrorenen Lauf, Markt derselbe Anteil aus den Kursen, nachdem die Buchmachermarge herausgerechnet wurde. Beide Spalten summieren sich über das Feld auf 100 Prozent und sind damit direkt vergleichbar.
| Platz | Pferd | Signal | Modell | Markt | Freeze | Schluss | CLV |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Santagada | neutral | 8,9 % | 8,6 % | 9,4 | 11,0 | -14,5 % |
| 2. | Global Health | +Edge¹ | 19,7 % | 6,2 % | 13,0 | 15,0 | -13,3 % |
| 3. | Tajlina | neutral | 6,3 % | 8,1 % | 10,0 | 8,1 | +23,5 % |
| 4. | Daytona | Markt² | 0,9 % | 5,4 % | 15,0 | 27,0 | -44,4 % |
| 5. | Snow Player | Markt² | 1,7 % | 5,4 % | 15,0 | 21,0 | -28,6 % |
| 6. | Akido | Value | 19,9 % | 14,2 % | 5,7 | 6,6 | -13,6 % |
| 7. | Herbal | neutral | 3,3 % | 3,2 % | 25,0 | 22,0 | +13,6 % |
| 8. | Consent | Value | 16,1 % | 10,4 % | 7,8 | 5,3 | +47,2 % |
| 9. | Gethin | Markt² | 11,7 % | 32,3 % | 2,5 | 2,3 | +8,7 % |
| 10. | Hochkönig | Value | 11,6 % | 6,2 % | 13,0 | 26,0 | -50,0 % |
Auch der Markt hat dieses Rennen nicht gelesen. Consent hatte mit plus 47,2 Prozent die stärkste Kürzung des Feldes und wurde Achte. Hochkönig lief von 13,0 auf 26,0 und wurde Letzter – aber die Siegerin driftete ebenfalls, von 9,4 auf 11,0, und der Zweite von 13,0 auf 15,0. Die beiden Pferde, die das Rennen entschieden haben, waren vor dem Start also beide unbeliebter als um 14:30 Uhr.
Dafür gibt es die Rangkorrelation nach Spearman. Sie vergleicht nicht die Zahlen selbst, sondern nur ihre Reihenfolge, und liegt immer zwischen plus und minus eins. Gelesen als „sagt ein höherer Wert einen besseren Platz voraus?“ wäre +1,00 ein perfekter Indikator, −1,00 ein exakt verkehrter und 0,00 gar kein Zusammenhang.
Alle drei liegen bei null, Modell und Markt sogar minimal auf der falschen Seite. Beim CLV heisst das anschaulich: Von den 45 möglichen Pferdepaaren lief dasjenige mit der stärkeren Kürzung 21-mal besser und 24-mal schlechter. Das ist ein Münzwurf.
Entscheidend ist, was daraus nicht folgt. Zehn Pferde sind eine viel zu kleine Stichprobe, um eine Kennzahl zu widerlegen – bei dieser Feldgrösse schwankt die Korrelation allein durch Zufall um mehrere Zehntel. Der Wert belegt nicht, dass CLV nichts taugt. Er belegt nur, dass dieser eine Renntag keine Aussage dazu enthält, und zwar für das Modell genauso wenig wie für den Markt.
Die Lehre
Die Richtung stimmte an den beiden Stellen, an denen das Modell am weitesten vom Markt abwich: gegen Gethin und für Global Health. Falsch war, was zwischen Abweichung und Signal steht. Die Verhältnis-Schranke bei 2 soll Aussenseiter-Artefakte filtern und hat hier ein Pferd mit Schlusskurs 15,0 ausgeschlossen, während sie drei Pferde durchliess, die zusammen Sechster, Achte und Letzter wurden. Diese Regel gehört an mehr als einem Renntag überprüft.
Die zweite Baustelle ist die Simulation selbst. Sie variiert bislang nur die Bewertung der Pferde, nicht den Rennverlauf – Tempo, Platzierung im Feld, eine verpasste Lücke kommen in ihr nicht vor, und genau das erzeugt auf 2.400 Metern einen grossen Teil der Streuung. Dieser Renntag hat das deutlich gezeigt, und wir überarbeiten sie entsprechend für die kommenden Analysen.
Ein Rennen ist eine Stichprobe von eins. Es bestätigt das Modell nicht und widerlegt es nicht – weder die beiden Treffer noch die schwache Value-Klasse. Genau dafür führen wir den CLV-Track-Record: damit dieser Renntag eine Zeile wird und kein Urteil.
Schlusskurse aus dem World Pool. Modellanteile aus dem eingefrorenen Lauf vom 07.11.2026, 14:00 Uhr über 50.000 Simulationen. Marktanteile de-margeniert zum Freeze um 14:30 Uhr. CLV ist der Freeze-Kurs geteilt durch den Schlusskurs, minus eins. Keine Wettempfehlung.
Starterfeld
10 Starter · sortiert nach Startbox · Stand: 07.11.2026
| Nr | Box | Starter | Sieg | Trend |
|---|---|---|---|---|
| 6 | 1 | 🇩🇪Snow Player4j H Antoine Hamelin60,0 kg GAG 94,0·Michael Figge(1-4-4-6-1-1-0) | 26.0 | ↑ |
| 5 | 2 | 🇩🇪Hochkönig4j H Sibylle Vogt60,0 kg GAG 97,0·Yasmin Almenräder(3-9-4-2-4-1-2) | 15.0 | ↑ |
| 1 | 3 | 🇩🇪Akido4j H Leon Wolff60,0 kg GAG 92,5·Henk Grewe(1-1-1-1) | 5.5 | → |
| 7 | 4 | 🇬🇧Consent4j S Luke Morris58,5 kg GAG 95,0·Sir Mark Prescott(2-4-3-4-9-1-2) | 4.0 | → |
| 3 | 5 | 🇩🇪Global Health5j W Rene Piechulek60,0 kg GAG 96,5·Fabian Xaver Weißmeier(2-5-5-1-1-6-3) | 10.0 | → |
| 8 | 6 | 🇩🇪Santagada4j S Bauyrzhan Murzabayev58,5 kg GAG 95,0·Peter Schiergen(1-5-2-4-1-1-1) | 12.0 | → |
| 9 | 7 | 🇫🇷Tajlina4j S Pierre-Charles Boudot58,5 kg GAG 93,5·Francis-Henri Graffard(5-5-2-3-2-1) | 7.5 | ↓ |
| 2 | 8 | 🇬🇧Gethin4j H James Doyle60,0 kg GAG 98,5·Owen Burrows(2-5-2-1-2-2-1) | 3.3 | → |
| 10 | 9 | 🇩🇪Daytona3j H Thore Hammer-Hansen57,5 kg GAG 90,5·Peter Schiergen(4-1-2) | 26.0 | → |
| 4 | 10 | 🇫🇷Herbal4j H Benjamin Marie60,0 kg GAG 95,0·Philippe Decouz(4-2-4-1-1) | 16.0 | → |
Festkurse Sieg/Platz · Quelle: Buchmacher-Markt · Quoten können sich jederzeit ändern · Keine Wettempfehlung
Startbox & Draw
Offizielle Auslosung · Bahnstatistik Riem 2.400 m aus 10 Rennen
| Box | Heute | Starts | Sieg % | Ø-Platz |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Snow Player | 8 | 25,0 | 0,536 |
| 2 | Hochkönig | 7 | 14,3 | 0,590 |
| 3 | Akido | 8 | 12,5 | 0,531 |
| 4 | Consent | 7 | 0,0 | 0,590 |
| 5 | Global Health | 8 | 0,0 | 0,681 |
| 6 | Santagada | 8 | 25,0 | 0,571 |
| 7 | Tajlina | 7 | 28,6 | 0,433 |
| 8 | Gethin | 5 | 0,0 | 0,647 |
| 9 | Daytona | 4dünn | 0,0 | 0,590 |
| 10 | Herbal | 2dünn | 0,0 | 0,303 |
Der Draw entscheidet hier nichts
Über 2.400 m in Riem liegen zehn Rennen mit 65 Starts vor, also rund sechs pro Box. Die beste Box kommt auf 28,6 Prozent Siege gegen 12,7 Prozent Zufallserwartung. Rechnet man das gegen die Stichprobe, liegt diese Abweichung mit einer Wahrscheinlichkeit von 22 Prozent rein zufällig vor. Keine einzige Box fällt aus dem Zufallsbereich.
Auch die Durchschnittsposition trennt innen und aussen nicht: 0,562 gegen 0,583 bei einer Skala, auf der 0 vorn und 1 hinten bedeutet. Auf einem flachen Linkskurs mit langer Anlaufstrecke und nur zehn Pferden ist das plausibel. Die Box geht entsprechend mit sehr geringem Gewicht in die Bewertung ein.
Auslosung laut offizieller Starterangabe vom 03.11.2026. Bahnstatistik aus eigener Datenbank: München-Riem, 2.400 m, 10 Rennen vom 18.05.2024 bis 24.10.2026, 65 Starts mit Ergebnis. Ø-Platz ist die Durchschnittsposition geteilt durch die Feldgrösse, 0 vorn bis 1 hinten. Boxen mit weniger als fünf Starts sind als dünn gekennzeichnet. Keine Wettempfehlung.
Boden-Check
Was jedes Pferd auf welchem Geläuf geleistet hat · Siege je Starts
Warum der Boden in Riem im November zählt
Bis 2013 lief das Rennen Mitte August, die Siegerzeiten lagen meist zwischen 2:26 und 2:35 Minuten. Seit der Verlegung in den November 2014 ist keine Siegerzeit mehr unter 2:36 gefallen, auf tiefem Geläuf wurden daraus 2:44 und 2:47. Aus einer Prüfung für spurtstarke Pferde ist eine für Steher-Typen geworden.
2 der 10 Starter haben noch nie ein Rennen auf weichem oder schlechterem Geläuf bestritten. Erwartetes Geläuf: weich, stellenweise gut bis weich.
Drei seiner vier Siege kamen auf weich bis schwerem Geläuf, zuletzt das Gruppe III in Baden-Baden. Tiefer Boden ist für ihn kein Problem, sondern sein Terrain.
Der Routinier des Feldes, was Böden angeht: sieben Starts auf weich oder schlechter, dazu zwei auf tiefem Geläuf mit einem Sieg. Nichts davon wäre für ihn neu.
Beide Siege kamen auf weich bis schwerem und auf schwerem Geläuf. Auf gutem Boden wartet sie nach fünf Starts noch auf ihren ersten Erfolg.
Gewann auf weichem Geläuf in Longchamp, kam aber auch auf gut bis festem Boden zweimal durch. Das breiteste Bodenspektrum im Feld.
Vier ihrer acht Siege kamen auf gut bis weichem Geläuf, einer auf weich bis schwer. Auf schwerem Boden steht sie nach zwei Starts noch ohne Erfolg.
Zusätzlich: zwei Starts auf Polytrack in Kempton, darunter ein Sieg
Zwei Starts auf weichem Geläuf, einer davon sein Sieg in Nottingham. Die beiden Kempton-Rennen liefen auf Polytrack und tauchen in der Bodenstatistik nicht auf.
Drei Starts, davon zwei auf weichem Geläuf ohne Sieg. Der Maidensieg kam auf gut weichem Boden in Düsseldorf.
Der Derbysieger lief seine Laufbahn fast ausschliesslich auf gutem bis gut weichem Geläuf. Nur ein einziger Start auf weichem Boden – bei einem November-Renntag in Riem die offenste Frage seines Profils.
Zusätzlich: Starts auf Schnee in St. Moritz und auf Polytrack
Bestritt noch nie ein Rennen auf weichem oder schwerem Geläuf. Seine grösste Gewinnsumme stammt aus St. Moritz, also vom Schnee.
Alle fünf Karrierestarts liefen auf gutem oder gut weichem Geläuf. Weicher Boden ist für ihn komplettes Neuland.
Jede Zelle zeigt Siege je Starts auf diesem Geläuf, grün markiert heisst mindestens ein Sieg. Sortiert nach Erfolgen auf weichem und tieferem Boden. Rennen auf Polytrack, Sand oder Schnee stehen nicht in der Grasboden-Skala und sind separat vermerkt. Alle Werte aus der Boden-Statistik der Form-Dossiers, Stand 03.11.2026, Siegerzeiten aus der Chronik 2000 bis 2025. Offizielle Bodenmeldung vom Renntag, 07.11.2026, bestätigt von Rennverein, Totalisator und HKJC (yielding to soft). Wetter: bewölkt, 5 Grad. Keine Wettempfehlung.
Distanz-Check
Was jedes Pferd auf welcher Distanz geleistet hat · gemessen an 2.400 m
4 von 10 Pferden haben über 2.400 m schon gewonnen. 2 waren noch nie auch nur in der Nähe dieser Distanz. Dazwischen liegt eine Gruppe, die um die Distanz platziert war, ohne sie je zu gewinnen.
Kommt aus der Gegenrichtung: Gruppe-I-Siegerin über 2.800 m, zuletzt Zweite über die 3.100 m des Prix Royal-Oak. Bei ihr ist nicht die Ausdauer die Frage, sondern das Tempo – die 2.400 m sind ihre kürzeste Distanz seit Juli 2025.
Acht seiner zwölf Starts liefen um diese Distanz, darunter der Gruppe-II-Sieg in Hamburg und zuletzt Rang zwei in Mailand. Die klarste Distanzroutine im Feld.
Gewann das Deutsche Derby 2025 über genau diese Distanz gegen 16 Gegner. Fünf weitere Starts über 2.400 m folgten, zuletzt Rang drei im Preis von Europa.
Drei seiner vier Siege kamen über exakt 2.400 m, zuletzt im Gruppe III von Baden-Baden auf weich bis schwerem Boden. Weiter ist er nie gelaufen – muss er hier auch nicht.
Gewann im September das Gruppe II von Baden-Baden über 2.400 m. Ihre acht Siege reichen von 1.400 bis 2.400 m, die Distanz markiert das obere Ende ihres Spektrums.
Ein Versuch über die Distanz: Fünfte von zwölf am Champions Day in Ascot, 4,3 Längen zurück. Ihre beiden Siege kamen über 1.800 und 2.100 m.
Zweimal um die Distanz gelaufen, zweimal Zweiter – in Saint-Cloud mit nur 0,2 Längen Rückstand. Gewonnen hat er bisher nur bis 2.012 m.
Einmal über 2.400 m gelaufen: Vierter im Listenrennen von Vichy, 0,95 Längen hinter dem Sieger. Seine beiden Siege kamen über 1.800 und 2.000 m.
Weiteste Distanz der Karriere: 2.100 m. Alle vier Siege kamen zwischen 1.800 und 2.000 m. Heute geht es 300 m weiter als je zuvor.
Drei Starts, ein Maidensieg über 1.700 m, weiteste Distanz 2.000 m. Heute geht es 400 m weiter als je zuvor – der grösste Distanzsprung im Feld.
Balkenskala von 1.400 bis 3.100 m. Sortiert nach längster gewonnener Distanz. Das Fenster 2.300 bis 2.500 m fasst Rennen zusammen, die der heutigen Distanz entsprechen. Alle Werte aus der Rennhistorie der Form-Dossiers, Stand 03.11.2026. Eine bewiesene Distanz ist kein Siegargument und ein Distanzsprung kein Ausschluss. Keine Wettempfehlung.
Form & Frische
Letztstart, Renn-Rhythmus und Karriere-Bilanz je Starter · Stand 03.11.2026
Gewann im Oktober den Preis der Deutschen Einheit mit vier Längen, sein erster Gruppe-Erfolg. Davor blieb er in Frankreich dreimal ohne Platzierung. Auf Gruppe-I-Ebene war er noch nie am Ablauf.
Derbysieger 2025, in dieser Saison noch ohne Sieg. Zuletzt aber Dritter im Preis von Europa hinter Goliath – die beste aktuelle Gruppe-I-Form im deutschen Aufgebot.
Vier Starts, vier Siege, zuletzt das Gruppe III in Baden-Baden mit 0,3 Längen. Ungeschlagen, aber auf Gruppe-I-Ebene völlig unerprobt – der Klassensprung ist beträchtlich.
Die Formkurve zeigt zum Saisonende steil nach oben: nach Rang neun im Mai folgten Platz vier, Platz drei und zuletzt Rang zwei im Prix Royal-Oak. Einzige Gruppe-I-Siegerin im Feld, der Titel stammt aus dem Vorjahr.
Hält die Form über die ganze Saison: Gruppe-II-Sieg in Hamburg im Juli, zuletzt Zweiter im Gran Premio del Jockey Club. Der eine Gruppe-I-Start in Hoppegarten brachte Rang fünf.
Sechs Gruppe-Siege in der Vita, zuletzt das Gruppe II in Baden-Baden. In zwei Gruppe-I-Rennen kam sie nicht über Rang fünf hinaus, der grosse Titel fehlt ihr noch.
Zweite im Gruppe III von Saint-Cloud, danach Fünfte am Champions Day in Ascot hinter Minnie Hauk. Ihr bislang einziger Gruppe-I-Antritt, der Rückstand betrug 4,3 Längen.
Listensieger im April in Kempton, danach zweimal Zweiter auf Gruppe-III-Ebene – in Sandown mit 0,3 Längen hinter Ombudsman, seiner stärksten Vorstellung. Sein einziger Antritt in einem Gruppe I endete als Fünfter.
Einziger Dreijähriger im Feld. Maidensieg im Oktober in Düsseldorf, danach Vierter in einem Listenrennen in Chantilly. Kein anderes Pferd im Feld macht einen so weiten Klassensprung.
Zwei Siege aus fünf Starts, dann der Sprung auf Gruppe-Niveau: Zweiter in einem Gruppe III, zuletzt Vierter im Gruppe II von Longchamp mit 0,55 Längen Rückstand. Gruppe I ist Neuland.
Plätze = Zweite und Dritte ohne Siege. Karriere-Bilanz aus der Bahn-Statistik der Dossiers, Pausentage gegen den Start am 07.11.2026 um 15:30 Uhr gerechnet. Der Renn-Rhythmus ordnet den Startabstand ein und ist keine Bewertung der Siegchance. Keine Wettempfehlung.
Jockey & Trainer
Wie eingespielt die Teams sind und wer dieses Rennen schon gewonnen hat · Stand 03.11.2026
Im Sattel ist viel Bewegung, im Quartier fast keine: 5 von 10 Pferden gehen mit einem Reiter an den Start, der sie im erfassten Zeitraum noch nie geritten hat, aber nur 1 hat in seiner Laufbahn den Trainer gewechselt. Gleichzeitig sitzen vier Sieger der letzten fünf Austragungen wieder im Sattel.
Durchgehend bei Michael Figge in München, insofern der Lokalmatador des Renntags. Antoine Hamelin sitzt erstmals auf ihm, Hammer-Hansen reitet an diesem Tag Daytona.
Yasmin Almenräder trainiert ihn seit dem ersten Start, der Reiterwechsel ist dafür der auffälligste im Feld: Sibylle Vogt übernimmt von der Derbysieger-Partnerin Nina Baltromei.
Die einzige in jeder Hinsicht eingespielte Kombination im Feld: Leon Wolff sass bei allen vier Siegen im Sattel, Henk Grewe trainiert ihn seit dem ersten Start.
Die gewachsenste Verbindung im Feld: ein Trainer, ein Reiter, zehn gemeinsame Ritte. Prescott und Morris gewannen dieses Rennen 2021 zusammen mit Alpinista, wieder mit einer britischen Stute.
Das einzige Pferd im Feld mit echtem Quartierwechsel: seit Juli 2026 bei Weissmeier, davor bei Peter Schiergen, der heute zwei Gegner stellt. Unter dem neuen Trainer folgten vier Starts mit dem Gruppe-II-Sieg in Hamburg. Rene Piechulek sitzt erstmals auf ihm.
Nach Akido die erfolgreichste Kombination: Schiergen trainiert sie seit dem Debüt, Murzabayev holte zwei Siege aus vier Ritten. Beide gewannen dieses Rennen 2022 gemeinsam mit Tünnes.
Seit dem ersten Start bei Francis-Henri Graffard. Boudot ritt sie bisher einmal, bei ihrem fünften Platz in Ascot; der langjährige Partner Barzalona ist nicht dabei.
Beide Verbindungen sind intakt: Owen Burrows trainiert ihn durchgehend, und James Doyle ist Stalljockey von Wathnan Racing und reist eigens nach München. Die zwei sieglosen Ritte führen in die Irre – Doyle sitzt bei den grossen Aufgaben im Sattel, Callum Rodriguez bei den übrigen.
Schiergen stellt zwei Pferde und muss aufteilen: Murzabayev bleibt bei Santagada, Thore Hammer-Hansen übernimmt den Dreijährigen und sitzt erstmals auf ihm.
Philippe Decouz trainiert ihn seit dem Debüt. Im Sattel löst Benjamin Marie aber Cristian Demuro ab, der ihn durch fast die gesamte bisherige Laufbahn begleitet hat.
Reiter-Bilanzen aus den Jockey-Statistiken der Form-Dossiers, Trainer-Zugehörigkeit aus den dort protokollierten Quartierwechseln. Beide decken den erfassten Zeitraum ab, nicht zwingend die vollständige Laufbahn. Erfolge in diesem Rennen aus der Siegerchronik 2000 bis 2025. Eine eingespielte Partnerschaft ist kein Siegargument und ein Wechsel kein Nachteil. Keine Wettempfehlung.
Internationale Ratings
International Rating gegen deutsches Generalausgleichsgewicht und Markt
Zwei Handicapper, eine Rangfolge
Das Feld kommt aus vier Trainingsländern, ein Gruppe III in Baden-Baden und eines in Longchamp sind nicht dasselbe. Das International Rating der Simulcast-Unterlagen und das deutsche Generalausgleichsgewicht bewerten unabhängig voneinander – und kommen auf praktisch dieselbe Reihenfolge.
Der Markt folgt den Ratings deutlich lockerer. Akido steht bei den Handicappern auf Rang 9 und im Markt auf Rang 3. Umgekehrt Hochkönig: Rating Rang 2, Markt Rang 8.
| Starter | IR | GAG | Rg IR | Rg GAG | Rg Markt |
|---|---|---|---|---|---|
8Gethin | 116 | 98,5 | 1. | 1. | 1. |
2Hochkönig | 114 | 97,0 | 2. | 2. | 8.6 Plätze tiefer |
5Global Health | 113 | 96,5 | 3. | 3. | 5. |
4Consent | 112 | 95,0 | 4. | 4. | 2. |
1Snow Player | 111 | 94,0 | 5. | 7. | 8.3 Plätze tiefer |
10Herbal | 110 | 95,0 | 6. | 4. | 6. |
6Santagada | 109 | 95,0 | 7. | 4. | 7. |
7Tajlina | 107 | 93,5 | 8. | 8. | 4.4 Plätze höher |
3Akido | 105 | 92,5 | 9. | 9. | 3.6 Plätze höher |
9Daytona | 101 | 90,5 | 10. | 10. | 10. |
Tabelle seitlich scrollbar
IR ist das International Rating aus der Simulcast-Starterliste, GAG das deutsche Generalausgleichsgewicht in Kilogramm. Beide sind Handicap-Bewertungen und keine Prognosen. Gleiche Werte teilen sich denselben Rang, deshalb kommen Ränge mehrfach vor und einzelne Platzziffern werden übersprungen. Der Marktrang stammt aus den Referenzquoten. Die Rangkorrelation ist Spearmans Rho, 1 bedeutet identische Reihenfolge. Keine Wettempfehlung.